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„Re:parat“: Linienbus wird zur mobilen Werkstatt

Aus einem Linienbus wird eine mobile Werkstatt: Im Projektseminar Solarwerkstattbus arbeiten Studierende an der Energieversorgung komplett aus Solarstrom.

Aus einem ausrangierten Linienbus des RVV wird eine mobile Werkstatt zur Reparatur von Fahrrädern oder Haushaltsgeräten: Im Projektseminar Solarwerkstattbus arbeiten Studierende an der Energieversorgung für diese Werkstatt – komplett aus Solarstrom.

Im Seminar Solarwerkstattbus setzen Studierende des Studiengangs Regenerative Energietechnik und Energieeffizienz ein Projekt in die Tat um, das spannend und praktisch zugleich ist. Es soll eine mobile Werkstatt in einem Bus geplant werden, die ihre Energie ausschließlich über Solarstrom vom Dach bezieht.

Kooperation mit dem Netzwerk Nachhaltigkeit

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Netzwerk Nachhaltigkeit durchgeführt. Der ausrangierte Bus, der dem Netzwerk Nachhaltigkeit für zwei Jahre vom Regensburger Verkehrsverbund (RVV) zur Verfügung gestellt wird, soll von den Studierenden der OTH Regensburg mit Photovoltaik-Modulen, einem zugehörigen Energiespeicher, einem sogenannten MPP-Tracker (Maximum Power Point Tracker) und einem Wechselrichter ausgerüstet werden. Dabei müssen die Studierenden unter anderem beachten, dass die Konstruktion TÜV-konform und die Elektrosicherheit der Norm entsprechend geprüft sind. Zur Ausstattung des Busses stellt die Windpower GmbH dem Projekt acht Photovoltaikmodule kostenlos zur Verfügung.

Unterstützung bekommen die Studierenden von Valentin Heusgen und Falk Birett (Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher, FENES) sowie von Dipl.-Ing. Vadim Glaser (Fakultät Elektro- und Informationstechnik), der das Projekt bezüglich technischer Fragen unterstützt. Die Teilnehmenden können im Rahmen des Projektseminars somit erlerntes Wissen aus dem Studium in die Tat umsetzen.

Die mobile Werkstatt "Re:parat"

„Re:parat“ soll der umgebaute Bus nach Abschluss aller nötigen Arbeiten heißen. Dessen mobile Werkstatt soll mit der fossilfreien Energie, die aus den PV-Anlagen auf dem Bus gewonnen wird, betrieben werden. Sobald das Projekt abgeschlossen ist, soll die mobile Werkstatt allen Interessierten offenstehen. Unter anderem kann man dort Fahrräder oder Haushaltsgeräte reparieren und somit Ressourcen einsparen.

Noch ist die Anlage in Planung. Jedoch hat sich die Projektgruppe trotz voraussichtlich langer Lieferzeiten das Ziel gesetzt, sie bis zum Ende des Semesters in Betrieb zu nehmen. Das „Re:parat“ soll zudem als Vorbild dienen für das „Projekt Sonnenbus“ des Regensburger Vereins „Tausend und eine Schule für die Zukunft“, das zuerst in Deutschland, später in Algerien Menschen von nachhaltigen Technologien begeistern soll.

Zu Studiengang und Projektseminar

Der Studiengang Regenerative Energietechnik und Energieeffizienz befasst sich mit den Disziplinen Elektrotechnik und Maschinenbau, die den Studierenden Zugang zu einem breiten Spektrum von Berufsfeldern ermöglichen. Energiegewinnung mit erneuerbaren Energieträgern, wie zum Beispiel Photovoltaik, Biomasse oder Windkraft, sowie die Speicherung und Verteilung der grünen Energie sind ein Thema. Das Projekt Solarwerkstattbus teilt sich in folgende Teams auf: Projektleitung, Dimensionierung der elektrotechnischen Komponenten, Konstruktion auf dem Busdach und Kommunikation sowie Dokumentation. Bei wöchentlichen Treffen stimmen sich die Studierenden zwischen Teams und den Betreuern ab.

Übergabe der PV-Module von der Windpower GmbH an die Projektbetreuer.
Übergabe der PV-Module von der Windpower GmbH an die Projektbetreuer (v.li.): Hesham Abu Shaqra (Projektentwicklung PV, Windpower GmbH), Valentin Heusgen (Projektbetreuer, FENES), Marco Enders (Praktikant Projektentwicklung PV, Windpower GmbH), Falk Birett (Projektbetreuer, FENES) und Vadim Glaser (Fakultät Elektro- und Informationstechnik). Foto: OTH Regensburg/Harry Sigler